{"id":377,"date":"2014-03-09T15:05:56","date_gmt":"2014-03-09T15:05:56","guid":{"rendered":"http:\/\/q-words.net\/?p=377"},"modified":"2016-04-02T11:16:41","modified_gmt":"2016-04-02T11:16:41","slug":"das-leben-uber-den-grenzwerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/q-words.net\/?p=377","title":{"rendered":"Das Leben \u00fcber den Grenzwerten"},"content":{"rendered":"<p>[Not a valid template] Es sollte ein einfaches Experiment sein, das am 26. April, 1986 in Tschernobyl zu einem der schlimmsten Atomunf\u00e4lle der Geschichte f\u00fchrte. 25 Jahre sp\u00e4ter bestimmen die Folgen noch immer das Leben der Menschen in der Ukraine. Nun droht die Regierung auch noch die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Opfer zu streichen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">\u201eBlaubeeren.\u201c Masha ist 14 Jahre alt und grinst verschmitzt, als ihr das Gest\u00e4ndnis rausrutscht. \u201eBlaubeeren kann ich einfach nicht widerstehen. Obwohl ich wei\u00df, dass sie radioaktiv verseucht sind.\u201c Masha ist aufgeweckt, neugierig und meldet sich viel an diesem Freitagvormittag, an dem die Morgensonne noch verhalten durch die Vorh\u00e4nge ihres Klassenzimmers in Lugini blinzelt. Lugini ist eine Kleinstadt in der Ukraine. Zweieinhalb Stunden Autofahrt nordwestlich von Kiew, 180 Kilometer s\u00fcdwestlich von Tschernobyl. F\u00fcr Masha und ihre Klassenkameraden geh\u00f6ren Kontaminationen, Radionuklide und Grenzwerte zum Alltag. Unaufgeregt erz\u00e4hlen die Kinder, dass verstrahlte Pilze zwei Stunden lang gekocht, dann das Wasser gewechselt und sie dann noch einmal eine Stunde gekocht werden m\u00fcssen. Dass Pilze, die verborgen im Wald wachsen, sehr hoch verstrahlt sind. Dass sie Waldbeeren lieber nicht essen sollten. Und Milch f\u00fcr sie auch nicht so gesund ist, wie gemeinhin angenommen. Als die Kinder selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber ihren Umgang mit radioaktiv verseuchten Lebensmitteln berichten, ersch\u00fcttert Japan eines der schwersten Erdbeben seiner Geschichte, dem ein verheerender Tsunami folgt. W\u00e4hrend die Welt\u00f6ffentlichkeit anf\u00e4ngt \u00fcber eine Atomkatastrophe nachzudenken, pr\u00e4gen die Konsequenzen der Katastrophe von Tschernobyl auch 25 Jahre sp\u00e4ter das Leben der Menschen in der Ukraine.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">Die Stra\u00dfe in den Nordwesten des Landes zieren dichte Nadelw\u00e4lder, unterbrochen von weitl\u00e4ufigen Feldern und Sumpflandschaften, deren R\u00e4nder die schwarz-wei\u00dfen Borken von Birken s\u00e4umen. Rehe sind nicht zu sehen. Rabenkr\u00e4hen kr\u00e4chzen verstimmt und flattern ungeschickt am Stra\u00dfenrand auf. Weder zu sehen noch zu h\u00f6ren sind die vom Wald aufgenommenen Radionuklide wie C\u00e4sium-137 oder Strontium-90. Und noch immer sind sie in den Geschenken des Waldes enthalten: Pilzen, Blaubeeren und Moosbeeren. In vielen Gegenden der Ukraine sind sie so hoch verstrahlt, dass sie zum menschlichen Verzehr nicht geeignet sind.<\/p>\n<h3>Kontaminationen<\/h3>\n<p>Am Rande des Dorfes Drosdyn, dreihundert Kilometer westlich von Tschernobyl, lauscht Nadja Ogiewitsch gefasst dem Ger\u00e4usch des Gamma-Spektrometers, dessen charakteristischer Piepston immer h\u00f6here Frequenzen anschl\u00e4gt. Ein Greenpeace-Team misst gerade die zwei hoch aufget\u00fcrmten Heuhaufen in ihrem kleinen Garten. Sie enthalten C\u00e4sium-137. Sechs Mal h\u00f6her als in der Umgebung sind die Werte. Die 44-J\u00e4hrige schaut verzweifelt auf das Futter f\u00fcr ihre Kuh. Deren Milch \u00fcberschreitet die Grenzwerte dramatisch. \u00dcberrascht ist sie nicht. \u201eEs gibt nur wenige Orte an denen wir im Juni und Juli das Futter f\u00fcr unsere K\u00fche sammeln k\u00f6nnen, um das Heu f\u00fcr den Winter vorzubereiten. Wir wissen, dass die Stellen verseucht sind, aber es gibt keine anderen Pl\u00e4tze\u201c, berichtet sie. Wenn die K\u00fche der Kleinbauern die verseuchte Vegetation fressen, sammeln sich die Radionuklide in den K\u00f6rpern der Tiere und landen in der Milch. Milch, die Nadja und ihre Familie trinken.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">Die Kleinb\u00e4uerin erz\u00e4hlt von den Folgen, die eine lang anhaltende Ansammlung von Radioaktivit\u00e4t im menschlichen K\u00f6rper ausl\u00f6sen kann. \u201eIch besitze ein Zertifikat als Tschernobyl-Invalidin. Meine Blase ist angegriffen. Ich habe nur noch eine Niere und die ist deformiert. Ab und an fahre ich ins Krankenhaus nach Rivne, der Hauptstadt von Rivnenska Oblast, um dort behandelt zu werden.\u201c \u00dcber ihrer schwarzen Strumpfhose tr\u00e4gt sie ein Leopardenkleid mit Knopfleiste und eine grau-blau gemusterte Strickjacke. Ihre F\u00fc\u00dfe stecken in dunkelblauen Gummistiefeln. Ihre Haare sind unter einem rot-gebl\u00fcmten Kopftuch verborgen. \u201eDie Tschernobyl-Katastrophe hat mein Leben grundlegend ver\u00e4ndert. Alle meine drei Kinder sind krank und leiden unter st\u00e4ndigen, schweren Kopfschmerzen. Ihre Blutgef\u00e4\u00dfe sind so gesch\u00e4digt, dass ihre Blutzirkulation gest\u00f6rt ist. Jedes Mal wenn meine Familie und ich ins Krankenhaus nach Rokitne fahren, um unsere interne radioaktive Strahlendosis zu messen, liegen wir \u00fcber den erlaubten Grenzwerten f\u00fcr den menschlichen K\u00f6rper.\u201c Gleichzeitig betont sie, als Kleinbauern k\u00f6nnten sie ihren Lebenswandel nicht grundlegend ver\u00e4ndern. \u201eWir bauen Gem\u00fcse an. Das essen wir, weil es f\u00fcr uns keine andere M\u00f6glichkeit gibt, Lebensmittel zu kaufen. Und dann sammeln wir Pilze und Beeren in den W\u00e4ldern, die essen wir auch oder verkaufen sie.\u201c Wie verseucht das Essen ist, wei\u00df sie. \u201eAuf dem Markt wird die Radioaktivit\u00e4t in den Lebensmitteln gemessen. Fr\u00fcher habe ich viele Pilze verkauft, aber inzwischen sind so hohe Strahlenwerte in ihnen entdeckt worden, dass sie nicht zum Verkauf akzeptiert werden. Unsere Produkte \u00fcberschreiten immer die Grenzwerte.\u201c Sie schaut kurz in den klaren, blauen Himmel und senkt dann ihren Blick. \u201eWir versuchen hier damit so gut es geht umzugehen. Das ist einfach die Situation, in der wir leben.\u201c<\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">In Drosdyn \u00f6ffnet Tamara Ogiewitsch die Holzt\u00fcr der gelb gestrichenen Krankenstation. Ihr hellrotgef\u00e4rbtes Haar tr\u00e4gt sie kurz. Sie ist leitende Krankenschwester. \u201eIch arbeite hier seit fast 42 Jahren und die gesundheitliche Situation der Dorfbewohner verschlechtert sich immer mehr\u201c, sagt die patente 62-J\u00e4hrige und blickt \u00fcber den Rand ihrer Lesebrille in bunte DIN-A5 Hefte, die als Patientenakten dienen. \u201eWir k\u00e4mpfen hier mit Brustkrebs und allen anderen Krebsformen, generellen gyn\u00e4kologischen Problemen, Herzkrankheiten, An\u00e4mie, starken Kopfschmerzen und Konzentrationsschw\u00e4chen. Im ganzen Dorf gibt es kein gesundes Kind\u201c, erl\u00e4utert sie und faltet die H\u00e4nde auf ihrem Schreibtisch. In einem ihrer Behandlungszimmer untersucht ein Greenpeace-Team gerade die Strahlenbelastung von Milch, Blaubeeren, getrockneten und eingelegten Pilzen und anderen Produkten, die Dorfbewohner vorbei gebracht haben. Eine Milchprobe \u00fcberschreitet die Grenzwerte f\u00fcr Kinder um das Sechzehnfache. \u201eNat\u00fcrlich ist uns bewusst, wie verstrahlt unsere Lebensmittel sind. Aber wir haben schlichtweg keine Wahl. Wenn unsere Kinder nicht einmal mehr Milch trinken k\u00f6nnen, geht es ihnen noch schlechter. Deswegen trinken sie auch die kontaminierte Milch, wenn sie \u00fcberhaupt existiert.\u201c<\/p>\n<h3>Grenzwerte<\/h3>\n<p>In der ambulanten Station des Krankenhauses von Rokitne, der n\u00e4chstgelegenen Stadt, herrscht an diesem Morgen rege Betriebsamkeit. Ziel vieler Menschen ist ein einziger Armsessel. Aus braunem Leder, breit, bescheiden. Eine wei\u00dfe Plastikfolie bedeckt die Sitz- und R\u00fcckenfl\u00e4che. So unspektakul\u00e4r wie dieser Stuhl wirkt, so unspektakul\u00e4r misst er auch die Aktivit\u00e4t von C\u00e4sium-137 im menschlichen K\u00f6rper in Becquerel per Kilogramm. Daneben stehen ein Computer mit integriertem Diskettenlaufwerk und ein Nadeldrucker, dessen Ger\u00e4uschpegel den kleinen Raum erf\u00fcllt. Die Ausr\u00fcstung mutet antiquiert an. Im 15 Minuten Takt setzen sich Patienten auf den Sessel, um ihre interne radioaktive Strahlung messen zu lassen. Eckdaten sind Name, Wohnort, Geburtsdatum, Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht. 120 Sekunden braucht der Computer, um die Strahlendosis zu berechnen. Dann speit der Drucker m\u00fchsam die Ergebnisse aus. 2010 sind 3.748 Personen zum Messen gekommen. 131 Erwachsene und 65 Kinder haben die Grenzwerte \u00fcberschritten. Davon stammen allein 37 Erwachsene und 22 Kinder aus Drosdyn.<\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">Hinter seinem u-f\u00f6rmigen Schreibtisch am Institut f\u00fcr Nahrungsmittelsicherheit in Rokitne lacht der leitende Doktor Wolodimir Olexandrowitsch Schuljak seine G\u00e4ste an. \u201eWundern Sie sich bitte nicht \u00fcber unsere Ausr\u00fcstung. Wir arbeiten immer unter extremen Bedingungen. Sie sind ja an normale Umst\u00e4nde gew\u00f6hnt\u201c, erl\u00e4utert er schelmisch. In diesem ebenerdigen Geb\u00e4ude werden die Lebensmittel der Region getestet, wenn nicht gerade eine mobile Einheit auf die D\u00f6rfer f\u00e4hrt. \u201eF\u00fcr Milch sind die Grenzwert\u00fcberschreitungen in den letzten Jahren \u00e4hnlich hoch geblieben. Aber bei Pilzen und Blaubeeren steigen die Werte an\u201c, referiert Dr. Schuljak dynamisch. Und bemerkt nur in einem Nebensatz, dass 1997 die Grenzwerte des C\u00e4sium-137 Gehalts f\u00fcr getrocknete Pilze noch bei 370 Becquerel per Kilogramm gelegen h\u00e4tten. Derzeit l\u00e4gen sie bei 2.500. Nat\u00fcrlich habe die Katastrophe von Tschernobyl auch heute noch einen gravierenden Einfluss auf Nahrungsmittel und auf das Leben im Allgemeinen. \u201eWas die genauen Nachwehen sind und wie sie sich weiter auswirken, wissen wir immer noch nicht. Deswegen m\u00fcssen wir die Folgen weiter studieren und auch k\u00fcnftig Lebensmittel untersuchen\u201c, bedeutet der 61-J\u00e4hrige. \u201eUnd f\u00fcr gew\u00f6hnlich zeigen wir die Fehler im System auf\u201c, sagt er, ohne die Folgen f\u00fcr seine Arbeit weiter zu erw\u00e4hnen, spielt mit seinem Kugelschreiber und l\u00e4chelt wieder sein einladendes L\u00e4cheln.<\/p>\n<h3>Evakuierungen<\/h3>\n<p>Einladend l\u00e4chelt auch Tamara Bytschkowska und winkt die G\u00e4ste in ihr Haus hinein. Stolz und frisch gestrichen steht es zwischen anderen H\u00e4usern, von denen nur noch eine Ahnung dessen, was sie einmal waren \u00fcbrig ist. Zertr\u00fcmmerte Fenster, herabh\u00e4ngende T\u00fcrrahmen, eingest\u00fcrzte D\u00e4cher und bewachsene Innenr\u00e4ume. Au\u00dfer vereinzeltem Hundegebell herrscht hier eine Totenstille. Tamara lebt in Rudnija Sherewetska. Einem kontaminierten Dorf, klassifiziert als Zone 2, 100 Kilometer westlich von Tschernobyl. Hier war die Umsiedlung nach der Katastrophe eigentlich Vorschrift. Noch immer liegen die Strahlenwerte \u00fcber f\u00fcnf Millisievert pro Jahr. \u201eAber ich lebe hier. Nur gemeldet bin ich hier nicht, weil wir offiziell nicht hier leben sollen\u201c, sagt sie und schiebt ihren lilafarbenen T-Shirt\u00e4rmel hoch. \u201eWir haben ein anderes Haus in einer anderen Gegend bekommen, aber was hilft mir das? Dieses Haus haben mein Mann und ich gebaut. Hier sind wir aufgewachsen. Wenn wir jetzt das Haus zur\u00fccklassen, wird es genauso zerst\u00f6rt wie die anderen H\u00e4user hier. Das verkrafte ich nicht\u201c, schildert sie. Nur bekommen sie keine Entsch\u00e4digung, solange sie ihr Haus nicht verlassen. Und selbst dann ist das fraglich. \u201eNiemand hat uns damals informiert, dass wir nur sechs Monate Zeit haben, die Entsch\u00e4digung zu beantragen.\u201c Um ihr sp\u00e4rliches Einkommen aufzubessern, sammelt sie Pilze. \u00dcber deren Radioaktivit\u00e4t wei\u00df sie Bescheid. Aber im Herbst k\u00e4men immer die Laster, die seien gute Abnehmer.<\/p>\n<h3>Liquidator<\/h3>\n<p>Ein moosgr\u00fcner Samt\u00fcberwurf schm\u00fcckt das Sofa in Mykola Isajews Wohnung in Kiew. Mykola Isajews war einer der so genannten Liquidatoren. Der M\u00e4nner, die f\u00fcr die Aufr\u00e4umarbeiten w\u00e4hrend und nach der Atomkatastrophe zust\u00e4ndig waren. Viele Auszeichnungen und Medaillen hat er f\u00fcr seinen selbstlosen Einsatz erhalten. In seinem Alltag helfen ihm die nicht weiter. Der 66-J\u00e4hrige leidet unter schweren Allergien, Asthma, Hepatitis, Blutarmut und Bauchspeicheldr\u00fcsen-Diabetes. Mehrmals im Jahr verbringt er zwei Monate im Krankenhaus. Heute kritisiert er den Umgang der Regierung mit Liquidatoren und Tschernobyl-Opfern. \u201eSeit 2011 ist die Medizin f\u00fcr Liquidatoren nicht mehr umsonst. Au\u00dferdem m\u00fcssen wir selbst f\u00fcr unsere Operationen zahlen. Tats\u00e4chlich erh\u00e4lt nur ein Prozent der 4.800 Liquidatoren die in diesem Stadtteil von Kiew leben, \u00fcberhaupt Zugang zu Rehabilitationsma\u00dfnahmen.\u201c Er schaut ernst durch seine gro\u00dfe, goldumrandete Brille. \u201e45.000 Menschen haben immer noch keine unbefristete Wohnm\u00f6glichkeit, davon sind allein 15.000 so genannte Tschernobyl-Invalide. Das ist aber noch nicht alles.\u201c Er beginnt heftig zu husten. \u201eDie Regierung will alle Hilfsma\u00dfnahmen f\u00fcr Tschernobyl-Opfer streichen. Obwohl Paragraf 16 unserer Verfassung besagt, es sei die Pflicht des Staates, die Konsequenzen der Tschernobyl-Katastrophe zu \u00fcberwinden. Das bedeutet nat\u00fcrlich auch, sich um die Betroffenen zu k\u00fcmmern.\u201c Er st\u00fctzt sich auf seine Knie und beugt sich nach vorne. \u201eIn der Theorie ist das ein gutes Gesetz. In der Praxis wird es aber nicht umgesetzt.\u201c Mykola Isajew hat schon fr\u00fch festgestellt, dass er sich nicht auf die jeweilige Regierung verlassen kann. 1991 hat er den Verein der Tschernobyl-Opfer ins Leben gerufen und wurde deren Vorsitzender. Heute ist er Vizepr\u00e4sident der Chernobyl People\u00b4s Party, die 1998 gegr\u00fcndet wurde und versucht parlamentarischen Druck auf die Regierung auszu\u00fcben. Wie notwendig das ist, bedeutet auch der Trinkspruch der Liquidatoren. Der lautet \u201eAuf ein lebendiges Wiedersehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">Text und Bilder: Nina Schulz<\/p>\n<p style=\"margin-top: 12px;\">\n<div class=\"ngg-galleryoverview ngg-template-caption\" id=\"ngg-gallery-d573d88bc5911e82098b3b11f592c511-377\">\n\n\n\t<!-- Thumbnails -->\n    \t\t\n\t<div id=\"ngg-image-38\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\"  >\n\t\t<div class=\"ngg-gallery-thumbnail\" >\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/01_wohnungen-liquidatoren-kiew.jpg\"\n               title=\" \"\n               class=\"shutterset_d573d88bc5911e82098b3b11f592c511\" data-image-id=\"38\" data-src=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/01_wohnungen-liquidatoren-kiew.jpg\" data-thumbnail=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/thumbs\/thumbs_01_wohnungen-liquidatoren-kiew.jpg\" data-title=\"wohnungen-liquidatoren-kiew\" data-description=\" \" >\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img 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\t\t\n\t<div id=\"ngg-image-43\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\"  >\n\t\t<div class=\"ngg-gallery-thumbnail\" >\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/06_welcome-to-ukraine.jpg\"\n               title=\" \"\n               class=\"shutterset_d573d88bc5911e82098b3b11f592c511\" data-image-id=\"43\" data-src=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/06_welcome-to-ukraine.jpg\" data-thumbnail=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/thumbs\/thumbs_06_welcome-to-ukraine.jpg\" data-title=\"welcome-to-ukraine\" data-description=\" \" >\n\t\t\t\t\t\t\t\t<img title=\"welcome-to-ukraine\" alt=\"welcome-to-ukraine\" src=\"https:\/\/q-words.net\/wp-content\/gallery\/tschernobyl\/thumbs\/thumbs_06_welcome-to-ukraine.jpg\" width='100' height='75' \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t<span> <\/span>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n\t\t \t\t\n\t<div id=\"ngg-image-44\" class=\"ngg-gallery-thumbnail-box\"  >\n\t\t<div 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Chernobyl<\/a><\/em><\/p>\n<h4>Hintergrund<\/h4>\n<p>Nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl sind mehr als f\u00fcnf Millionen Menschen offiziell als Opfer anerkannt worden. 5.000 D\u00f6rfer in der Ukraine, Belarus und der Russischen F\u00f6deration sind als kontaminiert klassifiziert. \u00dcber 145.000 km2 Land wurden radioaktiv verseucht. Eine Fl\u00e4che dreieinhalb Mal so gro\u00df wie die Niederlande. Fast so gro\u00df wie Nepal. F\u00fcr Kinder liegen die Dosisgrenzwerte in der Ukraine bei 3.700 Becquerel per Kilogramm. F\u00fcr Erwachsenen bei 14.000.<br \/>\nDie Aktivit\u00e4t von C\u00e4sium-137 wird in Becquerel per Kilogramm gemessen. In den letzten zwei Jahren sind Lebensmittel in den kontaminierten Gebieten der Ukraine nicht mehr regul\u00e4r untersucht worden. Im M\u00e4rz hat ein Greenpeace-Team verschiedene Orte in Riwnenska Oblast und Shytomyrska Oblast besucht, um lokale Lebensmittel zu untersuchen, die auf regionalen M\u00e4rkten erworben oder von Dorfbewohnern selbst zur Untersuchung eingereicht wurden. In Drosdyn hat der C\u00e4sium-137 Gehalt in 93% der Milchproben die Grenzwerte f\u00fcr Kinder um das 1.2 bis 16.3-Fache \u00fcberschritten. In der Region Shytomyrska Oblast lag der C\u00e4sium-137 Gehalt einer getrockneten Pilzprobe 115-fach \u00fcber dem Grenzwert.<\/p>\n<h4>Ver\u00f6ffentlichungen:<\/h4>\n<p>Reportage <em>Das Leben \u00fcber den Grenzwerten<\/em>, die tageszeitung, 21.04.2011, S.4-5<br \/>\nReportage <em>Masha kann Blaubeeren nicht widerstehen<\/em>, analyse&amp;kritik, 560 (2011), S.9<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sollte ein einfaches Experiment sein, das am 26. April, 1986 in Tschernobyl zu einem der schlimmsten Atomunf\u00e4lle der Geschichte f\u00fchrte. 25 Jahre sp\u00e4ter bestimmen die Folgen noch immer das Leben der Menschen in der Ukraine. Nun droht die Regierung auch noch die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Opfer zu streichen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[8],"tags":[3],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377"}],"collection":[{"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=377"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":718,"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions\/718"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/q-words.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}